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Auf unserem Instagram Kanal stellen wir Ihnen Menschen aus den Gemeinden Churwalden und Domleschg vor. Erfahren Sie mehr über die Beweggründung dieser Personen, die sich vehement gegen den Windpark aussprechen.

Gion, 75, Schreiner, Feldis

Das gesamte Gebiet rund um den Dreibündenstein und sein Naherholungsgebiet bedeutet mir sehr viel. Schon als Jugendliche waren wir mit Skitourenskis bis aufs Fulhorn unterwegs. Als Schreiner habe ich den gesamten Umbau der Emser Skihütte durchgeführt. Und jetzt wollen sie dort eine riesige neue Strasse und Fundamente für Acht 250 Meter hohe Windräder bauen. Eine so unberührte Landschaft müssen wir unbedingt erhalten!

Ursina, 50, Islandpferdebetrieb, Scheid

Vor über 30 Jahren kam ich zum ersten Mal mit der wundervollen Landschaft rund um den Dreibündenstein in Berührung. Seither hat mich dieser Kraftort nicht mehr losgelassen. Mit meinem Angebot rund um Islandpferde leben wir auf unserem Bauernbetrieb in Scheid. Unsere vier Kinder sind eng mit diesem Ort und der Landwirtschaft verbunden. Den ganzen Sommer über weiden unsere Kühe auf den Scheider Alpen. Wir setzen alles daran, unsere Existenz in dieser unberührten Landschaft weiterzuführen.

Gübi, 83, Bergführer, Wanderweg-Verantwortlicher und Jäger, Brambrüesch

Seit meiner Jugend begleitet mich der Dreibündenstein. Seine offene Hochlandschaft steht für Ruhe und Gleichgewicht, ist Rückzugsgebiet für Wildtiere und Freiraum für den Menschen. Als Bergführer, in der Verantwortung für das über 10’200 Kilometer lange Wanderwegnetz Graubündens und durch meine Einsätze bei der Bergrettung habe ich erlebt, wie viele Menschen hier seit Generationen Kraft schöpfen und wie sensibel dieser Naturraum ist. Was hier verloren geht, kehrt nicht zurück. Darum ist es mir ein Anliegen, diesen Ort zu bewahren.

Melina , 16, angehende Landwirtin, Scheid

Die Gegend rund um den Dreibündenstein bedeutet mir seit meiner Kindheit sehr viel. Von Frühling bis Herbst sind wir sehr oft vor Ort, denn unsere Tiere verbringen den ganzen Sommer dort. Auch in Zukunft möchte ich die Ruhe und die schöne Aussicht in der Natur geniessen können, ohne dass riesige Industrieanlagen diese immer noch unberührte und einzigartig schöne Landschaft beeinträchtigen.

Andrea, 26, angehender Elektroingenieur ETH, Chur

Das Gebiet rund um den Dreibündenstein ist aufgrund seiner Erreichbarkeit ein grossartiger Ort. Es ist mein Erholungsspielplatz direkt vor der Haustür, der mir unschätzbare Werte bietet. Egal, ob ich auf Skitour, mit dem Gleitschirm oder beim Wandern bin: Es ist ein unberührtes Naturparadies, in dem ich Ruhe, Erholung, Freude und Kameradschaft erleben kann. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass dieser Ort auch weiterhin als vielseitiger Freizeit- und Erholungsraum genutzt werden kann und nicht in ein Industriegebiet in alpiner Landschaft umgewandelt wird.

Marco, 63, Geschäftsinhaber Sanitär und Heizung, Rodels

Rund um den Dreibündenstein wird ein wertvoller sanfter Tourismus gepflegt. Gleichzeitig schützen wir Jäger vom Jagdverein «Raschil» seit Jahren das Birkwild in diesem Naturparadies. Und dann gibt es hier oben auch viel Wasser für die Landwirtschaft. Die Oberfläche ist wie ein Schwamm, der Wasser speichert.

Wenn so massiv gebaut wird, wissen wir nicht, was mit den Quellen passiert. Wir können und dürfen die Natur für unseren Energiekonsum nicht so radikal umwandeln. Solche massiven Anlagen müssen in vorhandener Infrastruktur realisiert werden.

Ladina, 45, Mutter und Jägerin, Scheid

DIch bin in Feldis aufgewachsen und wohne heute mit meiner Familie in Scheid. Die wunderschöne Alplandschaft liegt mir sehr am Herzen. Es wäre eine Katastrophe, wenn acht riesige Windräder in diese unberührte Landschaft gebaut würden.

Als Jägerin mache ich mir auch Sorgen um die Wildtiere und ihren Lebensraum. Durch den Bau einer massiven Strasse, den immensen Einsatz von Beton und Stahl für die Fundamente sowie die Windindustrieanlage selbst würde ihr Lebensraum grösstenteils zerstört werden. Aus meiner Sicht gibt es für solche Anlagen geeignetere Standorte als die Gegend um den Dreibündenstein.

Gisula, 73, freiberufliche Seelsorgerin, Feldis

Mit meiner Aussage begebe ich mich auf dünnes Eis. Ich tue es aber trotzdem, weil mir die Sache so sehr am Herzen liegt. Es ist wissenschaftlich erwiesen und belegt, dass in der Schweiz über 30 % des aktuellen Stromverbrauchs eingespart werden könnten. Weil dies aber niemand hören möchte, wird seitens der Politik tunlichst darüber geschwiegen.

Bedingungsloses Wachstum und ein stetig wachsender Strombedarf – unter anderem auch durch KI – dürfen nicht dazu führen, dass wir dafür noch intakte und weitgehend unberührte Landschaften opfern. Selbst ChatGPT ist dieser Meinung und sagt: „Alternative Energiequellen müssen zwingend in bereits bestehender Infrastruktur angesiedelt werden”.

Veit, 52, Sanitärmonteur, Pratval

Ich bin in der Gegend rund um den Dreibündenstein aufgewachsen. Schon in meiner Kindheit und auch jetzt mit meinen Kindern und meiner Familie waren und sind wir sehr oft auf der Alp Raguta und in der Umgebung. Sei es zum Skifahren, Schlitteln oder Wandern – oder für mich zur Jagd.

Ich wünsche mir, dass diese Gegend für meine Kinder und die weiteren Generationen erhalten bleibt. Als Gesellschaft brauchen wir solche Freiräume und Naturlandschaften und dürfen sie nicht für Industrieanlagen opfern, die auch in bereits bestehenden Infrastrukturen gebaut werden könnten.